Bologna-Reform
Ein Ziel der Bologna-Reform war, dass Absolventen schneller auf den Arbeitsmarkt gelangen. Neue Zahlen zeigen, dass dies auch gelingt.
Von Lisa Becker

31. Mai 2012 Schneller sollten die Studenten studieren - das war ein wichtiges Ziel der Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master. Denn wer seinen Bachelor in der Regelstudienzeit - meistes sind es sechs, manchmal sieben Semester - absolviert, kann schon jung in den Beruf einsteigen. Die Hochschulpolitiker haben dieses Ziel offenbar erreicht: Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigen, dass die Studenten in den neuen Studiengängen besonders zügig studieren. Im Durchschnitt schafften im Jahr 2010 39Prozent der Studenten ihren Abschluss innerhalb der Regelstudienzeit - in den Bachelor-Studiengängen waren es mit 60 Prozent freilich weitaus mehr. Auch den Master absolvierte noch knapp die Hälfte in der Regelstudienzeit. Lehramtsstudenten schafften ihre Abschlussprüfung hingegen nur zu 33 Prozent in der vorgegebenen Zeit; in den herkömmlichen Diplomstudiengängen an den Fachhochschulen waren es 30 Prozent der Studenten, an den Universitäten sogar nur 20 Prozent.
Ein Universitätsdiplom wurde 2010 nach einer Gesamtstudiendauer von zwölf Semestern erreicht - ein Semester weniger als zehn Jahre zuvor. Für das FH-Diplom brauchten die Studenten im Durchschnitt neun Semester. Lehramtsstudenten verbrachten bis zum ersten Staatsexamen elf Semester an der Hochschule, ein Masterabschluss wurde inklusive vorherigem Bachelor in elf Semestern erreicht. Für den Bachelor selbst brauchten die Studenten knapp sieben Semester.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa