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Studentenjobs

Immer noch Aushilfskraft

01.06.2012


Studenten sammeln auf Aushilfsstellen wichtige Berufserfahrungen. Nach dem Abschluss überbrücken sie dort die Zeit der Bewerbung. Manche bleiben aber zu lange - und gefährden ihre Karriere.

Von Sarah Sommer



1. Juni 2012 Nach der Vorlesung noch in der Bar kellnern, in den Semesterferien in der Buchhandlung aushelfen oder auf der Einkaufsstraße Passanten ansprechen - Danny Kummer hatte schon viele Stellen neben dem Studium. Gerade in den ersten Studiensemestern gehörte das Jobben für den Betriebswirtschaftsstudenten aus Köln zum Alltag. „Zu Beginn des Studiums ging es mir vor allem darum, nebenbei etwas dazu zu verdienen“, sagt der 27-Jährige, der gerade seine Diplomarbeit schreibt. Im Hauptstudium wählte er seine Aushilfsstellen dann gezielter: „Je konkreter meine Berufsvorstellungen wurden, desto mehr habe ich mir Stellen ausgesucht, in denen ich auch fachlich etwas lernen konnte, zum Beispiel als Hilfskraft am Marketing-Lehrstuhl und als Werkstudent in der Marketing-Abteilung eines großen Konzerns.“

Wie Danny Kummer nutzen die meisten Studenten Nebenjobs, um ihr Studium zu finanzieren und erste Berufserfahrungen zu sammeln. Die Doppelbelastung aus Arbeit und Studium ist zwar anstrengend - kann sich aber lohnen. „Nebenjobs sind gut für die spätere Karriere. Allerdings vor allem dann, wenn sie auch etwas mit dem Studienfach und Berufswunsch zu tun haben“, sagt Gregor Fabian, Absolventenforscher in der HIS Hochschul-Informations-System GmbH. „Studenten können dann Berufserfahrung sammeln und erste Kontakte für ihre Wunschberufe knüpfen.“ Allerdings steht für viele Studenten wohl doch eher das Geldverdienen im Vordergrund - sie sind auf Aushilfsstellen angewiesen, um sich finanziell über Wasser zu halten. Nicht mal ein Drittel der Studenten entscheidet sich gezielt für Stellen, die sie auf ihren späteren Beruf vorbereiten, wie eine Studie des Darmstädter Beratungsunternehmens Univativ unter 1200 Studenten an 60 deutschen Hochschulen zeigt. Sie arbeiten zum Beispiel als wissenschaftliche Hilfskräfte, in Fachabteilungen von Unternehmen oder als Nachhilfelehrer. Stellen als Werkstudent in Unternehmen sind bei karrierebewussten Studenten besonders beliebt: Sie gelten als idealer Karriereeinstieg.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: AFP

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