Wünsche der Studenten
Junge Akademiker in Deutschland legen Wert auf Sicherheit, Spaß bei der Arbeit und gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Einkommen und Herausforderungen bei der Arbeit sind weniger wichtig. Finden sie nicht, was sie suchen, kommt ein Gang ins Ausland für viele in Frage.
Von Nadine Bs

21. Juni 2012 Deutschlands Studenten sind aktuellen Umfragen zufolge weniger karrierehungrig als früher. Gleich mehrere neue Befragungen zeigen, dass Spaß im Beruf und ein erfülltes Privatleben für die jungen Menschen eine höhere Priorität bei der Stellensuche haben als Einkommen und inhaltliche Herausforderungen. So zeigt die neueste Absolventenstudie des Beratungsunternehmens Kienbaum Communications, die der F.A.Z. vorab vorliegt, dass 71 Prozent der Studenten Familie und Freunde als wichtigste Werte und Ziele in ihrem Leben empfinden - weit vor Erfolg und Karriere. Die eigene Selbstverwirklichung, also letztlich der Spaß an der Arbeit, ist das zweitwichtigste Kriterium.
Eine repräsentative Umfrage des Allensbach-Instituts im Auftrag des Reemtsma-Begabtenförderungswerks deutet in eine ähnliche Richtung. Dort nannten die Studenten die Arbeitsplatzsicherheit als wichtigstes Kriterium bei ihrer Stellensuche: 70 Prozent der befragten jungen Menschen antworteten, dass die Sicherheit ihrer Stelle ganz besonders wichtig für sie sei. Immerhin 59 Prozent legen Wert auf den Spaßfaktor bei der Arbeit, sagten also, der Beruf solle ihren Neigungen entsprechen. 55 Prozent achten besonders darauf, dass sie eine Stelle mit Zukunft antreten. 51 Prozent der befragten Studenten nannten außerdem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als ein ganz besonders wichtiges Kriterium bei der Stellensuche. Damit rangiert dieser Punkt noch vor dem Punkt hohes Einkommen und vor dem Kriterium herausfordernde Tätigkeit.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: Demoskopie Allensbach
