Geisteswissenschaften
Bis Geisteswissenschaftler eine passende Stelle finden, vergehen oft ein paar Jahre. Schneller geht es, wenn sie sich schon während des Studiums Gedanken über die Zukunft machen.
Von Oliver Khn

28. Juni 2012 Zwei Jahre sind eine lange Zeit, besonders wenn man auf der Suche nach Arbeit ist und ständig abgewiesen wird. Doch so lange hat Tobias Andrä gebraucht, bis er eine feste Anstellung gefunden hat. Mittlerweile ist er glücklich in seinem Beruf. Er ist in Chemnitz in der Ausbildung von Erzieherinnen und Sozialassistenten Dozent für Ethik, Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie Gemeinschaftskunde. Bis dahin war es jedoch eine ganz schöne Odyssee, wie er sagt. Im September 2009 war er mit dem Studium fertig. Endlich hatte er seinen guten Magister der Politikwissenschaft mit den Nebenfächern Erwachsenenbildung und Philosophie in der Tasche und war bereit, in die Arbeitswelt einzusteigen. Doch ganz so einfach wurde es nicht.
Eine ähnliche Geschichte weiß auch Nicole Köhn zu erzählen. Sie hat ihren Abschluss als Übersetzerin für Französisch und Englisch im Sommer 2008 an der Universität Saarbrücken gemacht. Jetzt arbeitet sie für den Limousinenservice eines Autoverleihers in Rostock, mittlerweile schon im dritten Jahr. Doch auch sie musste ein Jahr warten und suchen, bis sie diese Stelle gefunden hat.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Peter von Tresckow / F.A.Z.