Schülerwettbewerb
Gute Naturwissenschaftler sind begehrt. Im Physik-Weltcup werden manche gefunden. Die Wirtschaft lässt sich den Schülerwettbewerb einiges kosten.
Von Oliver Schmale

22. Juli 2012 Physik kann eine spannende Angelegenheit sein. Vor allem, wenn es um Alltagsfragen geht wie: Warum läuft man auf trockenem Sand weicher als auf feuchtem? Mit solchen oder ähnlichen Themen befassen sich die Teilnehmer des International Young Physicists´ Tournament (YPT) - auch Physik-Weltcup genannt. Dieses Jahr findet die internationale Ausscheidung Ende Juli eine Woche lang im oberschwäbischen Bad Saulgau statt. Mit diesem Wettbewerb sollen junge Leute an das Thema Physik herangeführt werden, sagt Rudolf Lehn, der Leiter des Organisationskomitees. Auf der ganzen Welt werde nach Talenten gesucht.
Eines davon ist Florian Ostermaier. Der heute 23 Jahre alte Physikstudent betreut das deutsche Team. Aus mehr als dreißig Ländern haben sich Mannschaften angemeldet. Die Teams bestehen in der Regel aus fünf Oberstufenschülern im Alter zwischen 17 und 19 Jahren. Ostermaier nahm 2008 am Physik-Weltcup teil. Der ist kein Zuckerschlecken. Im Herbst des Vorjahres bekommen die Teams siebzehn Forschungsaufgaben, die sie vor Beginn der Veranstaltung so weit wie möglich lösen müssen. Kaum einer Gruppe gelingt es, alle Aufgaben zu lösen. Es wird viel ausprobiert. Es wird geschaut, welche Größen man messen kann. Die Sachen werden immer wieder mit den Lehrern oder Betreuern durchgesprochen, erklärt Ostermaier. Bis zur Auswahl der deutschen Mannschaft sind die Teilnehmer auf mehreren Seminaren gewesen. Ostermaier und seine Kollegen holten damals den ersten Platz.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Wohlfahrt, Rainer