Ute Frieling-Huchzermeyer
Die erfolgreichste neue Zeitschrift der vergangenen Jahre handelt vom Leben auf dem Land. Ute Frieling-Huchzermeyer hat sie gegründet.
Von Uta Rasche

24. September 2012 Ute Frieling-Huchzermeyer sieht genau so aus wie auf dem Foto, das in jeder Ausgabe der Zeitschrift Landlust neben ihrem Editorial zu sehen ist. Blonder Kurzhaarschnitt, sportlicher Blazer, Jeans. Unprätentiös. Man sieht ihr nicht an, dass sie eine der erfolgreichsten deutschen Zeitschriften konzipiert hat und führt. Im April hat die Landlust, erst seit sieben Jahren auf dem Markt, die Marke von einer Million verkaufter Exemplare überschritten. Das mehr als 200 Seiten starke Heft, das alle zwei Monate erscheint und von den Vorzügen des Landlebens handelt, hat eine höhere Auflage als der Spiegel.
Frieling-Huchzermeyer empfängt in einem Besprechungszimmer des Landwirtschaftsverlags in Münster-Hiltrup. Große Fenster erlauben den Blick auf alte Bäume. Eine Wand des Raumes ist gefüllt mit historischen, in Leder gebundenen Ausgaben des Landwirtschaftlichen Wochenblattes. Doch das Verlagsgebäude atmet Zukunft: Neben internationalen Engagements ist es die Landlust, die dem Unternehmen Wachstum beschert. Die Zahl der Bauernhöfe in Deutschland sinkt und mit ihr die der potentiellen Abonnenten landwirtschaftlicher Fachzeitschriften. Ein knappes Viertel des Umsatzes von 85,5 Millionen Euro steuerte 2011 die Landlust bei. Sie wird überwiegend am Kiosk verkauft; ein Drittel der Leser sind Abonnenten.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Daniel Pilar / F.A.Z.