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Nebentätigkeiten

Zehn Stunden sind das Limit

06.11.2012


Wird die Arbeit ordentlich erledigt, dann steht einer Nebentätigkeit im Prinzip nichts entgegen. Jedenfalls im Prinzip. Denn es gibt Grenzen, die nicht immer leicht zu ziehen sind.

Von Corinna Budras



6. November 2012 Ein Blick auf die Liste der Nebentätigkeiten des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück lassen manchen grün anlaufen: Neben seiner Abgeordnetentätigkeit hielt er viele Vorträge und wurde dafür fürstlich vergütet. Die enormen Verdienstmöglichkeiten mögen nicht jedem gegeben sein, doch ein kleiner Trost bleibt: Auch Arbeitnehmer dürfen einer Nebentätigkeit nachgehen, denn mit dem Arbeitsvertrag verpflichten sie sich lediglich dazu, dem Arbeitgeber während der Arbeitszeit zur Verfügung zu stehen. Aber auch da gibt es Grenzen - und die sind nicht immer leicht zu ziehen.

Grundsätzlich gilt: Besonders nach Feierabend, am Wochenende oder im Urlaub steht einer anderweitigen Arbeit nichts entgegen, solange der Mitarbeiter seine Arbeit ordentlich macht. „Dieses Recht ist sogar verfassungsrechtlich gewährleistet“, sagt Hannah Kudlich, Rechtsanwältin der Wirtschaftkanzlei Hogan Lovells. Ist die Nebentätigkeit beruflicher Natur, greife das Grundrecht der Berufsfreiheit - und das gilt zumindest mittelbar für den Arbeitgeber. Auch Ehrenämter dürfen Mitarbeiter grundsätzlich ausüben, das ist durch das „Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit“ geschützt. Der Arbeitgeber darf Nebentätigkeiten nicht generell verbieten. „Nur in absoluten Ausnahmefällen ist ein generelles Verbot jeglicher Nebentätigkeit zulässig, beispielsweise bei hochbezahlten Managern“, sagt die Berliner Arbeitsrechtlerin. Auch Beamte schulden eine „Exklusivnutzung“ ihrer Arbeitskraft; eine Genehmigungspflicht für jede Nebentätigkeit ist sogar gesetzlich angeordnet.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

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