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Zeitarbeit

Mehr Lohn - aber richtig

07.11.2012


Viele Zeitarbeitnehmer erhalten seit November mehr Geld - doch die Änderung der Verträge ist kompliziert. Geht etwas schief, drohen sogar strafrechtliche Konsequenzen.

Von Corinna Budras



7. November 2012 Wenn zwei Arbeitnehmer nebeneinander am Fließband stehen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch das Gleiche verdienen. „Zeitarbeit“ heißt das Zauberwort, mit dessen Hilfe sich Unternehmen flexibel Mitarbeiter einkaufen können - in der Industrie meist zu weit niedrigeren Löhnen als die Stammbelegschaft. Die Gewerkschaften gehen gegen diese Ungleichbehandlung schon seit Jahren auf die Barrikaden, inzwischen zumindest teilweise mit Erfolg. In der Metall- und Elektroindustrie und in der Chemiebranche hat sich diese Gehaltslücke am Donnerstag deutlich geschlossen: Seit Anfang November erhalten auch die Leiharbeitnehmer nicht nur den Tariflohn aus dem Zeitarbeitstarifvertrag, sondern beginnend nach sechs Wochen Einsatzdauer auch Zuschläge, die die Lohnlücke zu den Kollegen aus der Stammbelegschaft schließen.

Ein Beispiel: Der Grundlohn für eine un- oder angelernte Kraft beträgt in Westdeutschland 8,19 Euro in der Stunde. Nach neun Monaten Einsatz in einem Kundenunternehmen kann die Hilfskraft dank des Zuschlags dann auf mehr als 12 Euro kommen. Rund 200.000 Zeitarbeitnehmer dürften nach Schätzung der IG Metall von den Änderungen profitieren. In den kommenden Monaten werden noch weitere Branchen folgen.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

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