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Klaus Teuber

Von Roßdorf nach Catan

13.12.2012


Auf Wunsch des Vaters machte Klaus Teuber eine Lehre zum Zahntechniker. Heute ist das Dentallabor für ihn Geschichte und er ein erfolgreicher Spieleerfinder.

Von Nadine Bs



13. Dezember 2012 Strenggenommen hatte Klaus Teuber die genialste Idee seines Lebens als Elfjähriger. Damals sammelte er kleine Spielfiguren aus Hartplastik, bunt bemalte Römer, Wikinger und Ritter. Doch statt sie ins Regal zu stellen, dachte er sich ein Spiel aus: Mit Wollfäden unterteilten er und seine Schulfreunde den Fußboden des Kinderzimmers in Felder. Es gab Gebirge, Äcker und Flüsse, die von den Figuren besiedelt wurden. „Um diese Gebiete haben wir dann gewetteifert und hatten dafür auch richtige Spielregeln“, erzählt Teuber. „Wir haben zum Beispiel Reiter gegen Fußsoldaten kämpfen lassen und ausgewürfelt, wer gewinnt.“ Am Ende war das Regelwerk so kompliziert, dass Teuber es aufschrieb.

Heute, fast 50 Jahre später, ist Klaus Teuber der wohl bekannteste deutsche Erfinder von Gesellschaftsspielen. Gleich viermal erhielt er die Auszeichnung „Spiel des Jahres“, ebenso oft den „Deutschen Spielepreis“. Die Kartons, auf denen prominent der Name des Autors prangt, verkaufen sich millionenfach auf der ganzen Welt. In seinem berühmtesten Werk geht es - ebenso wie in dem Plastikfiguren-Spiel seiner Kindheit - um Äcker, Gebirge und Schafherden. Das Regelwerk von „Die Siedler von Catan“ hat zwar nur noch punktuell mit dem Vorläufer zu tun. Doch die Grundidee, die das Gesellschaftsspiel zum Bestseller machte, stammt tatsächlich noch aus dem Kinderzimmer.


Text: F.A.Z.

Bildmaterial: Wohlfahrt, Rainer

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