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Private Hochschulen

Entspannt studieren und später zahlen

26.12.2012


Private Hochschulen fordern von ihren Studenten hohe Beiträge. Um Bewerber damit nicht abzuschrecken, bieten einige inzwischen „umgekehrte Generationenverträge” an.

Von Lisa Becker



26. Dezember 2012 3700 Euro im Trimester - für ein dreijähriges Bachelorstudium an der privaten Bucerius Law School in Hamburg kommen fast 45.000 Euro zusammen. Studienbeiträge zwischen 4000 und 12.000 Euro im Jahr sind an privaten Einrichtungen üblich. Vielen Studierenden an staatlichen Hochschulen trieben solche Summen die Tränen in die Augen. Jan Erik Spangenberg, Absolvent der Bucerius Law School, blickt hingegen entspannt auf den Schuldenberg, den er während seines Studiums aufgehäuft hat. Obwohl er sich die hohen Beiträge eigentlich nicht leisten konnte, war er gelassen, als er sich für die Hochschule entschied. Denn diese bietet einen „umgekehrten Generationenvertrag“ an. „Das ist ein sehr schlaues Modell“, lobt Spangenberg, der inzwischen als Rechtsanwalt in einer internationalen Kanzlei arbeitet.

Der umgekehrte Generationenvertrag basiert darauf, dass die Absolventen die Gebühren der jetzt Studierenden finanzieren. Man zahlt erst ab einem bestimmten Einkommen, auch die Höhe der Rückzahlungen hängt vom Verdienst ab und ist begrenzt. Die Rückzahlungsdauer beschränkt sich oft auf zehn Jahre. Die Idee des umgekehrten Generationenvertrages verbreitet sich gerade an den privaten Hochschulen in Deutschland; an manchen gibt es ihn schon, an anderen wird darüber nachgedacht. Bisher werden dort die Gebühren, falls die Eltern sie nicht zahlen (können) und man kein Stipendium bekommt, vor allem über Kredite finanziert.

Text: F.A.Z.

Bildmaterial: dpa

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