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Vergütung

Azubis verdienen deutlich mehr

17.01.2013


Gute Zeiten für Lehrlinge: Im vergangenen Jahr erhielten sie deutlich mehr Geld. Die Kluft zwischen Ost und West ist aber geblieben.

Von Sven Astheimer



9. Januar 2013 Auszubildende in Deutschland hatten im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld in der Tasche. Die durchschnittliche tarifliche Vergütung stieg um 4,3 Prozent auf 730 Euro im Monat. Das ist der höchste Zuwachs der vergangenen Jahre. In Westdeutschland legten die Bezüge dabei um 4,1 Prozent 737 Euro im Monat zu. 2011 betrug das Plus nur 2,9 Prozent. Im Osten kletterten die Ausbildungsvergütungen 2012 sogar um 5 Prozent. Mit 674 Euro erhielten die dortigen Azubis jedoch noch immer nur 91 Prozent der westlichen Vergütungshöhe. Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2012. Ermittelt wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 184 Berufe in West- und 149 Berufe in Ostdeutschland. In diesen Berufen werden laut BIBB neun von zehn Lehrlinge ausgebildet.

Die Unterschiede zwischen den Ausbildungsberufen sind allerdings erheblich. Relativ hohe Vergütungsdurchschnitte gab es für Mechatroniker (West: 909 Euro, Ost: 885 Euro), Medientechnologen (West und Ost: 905) sowie Kaufleute für Versicherungen und Finanzen (West und Ost: 896). Maurer erhielten im Westen durchschnittlich 968 Euro im Monat, im Osten dagegen nur 772 Euro. Deutlich niedriger fielen die Vergütungen aus für Maler und Lackierer (West und Ost: 528), Bäcker (West und Ost: 500), Floristen (West: 460, Ost: 312) und Friseure (West: 454, Ost: 269).

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Bundesinstitut für Berufsbildung