Präsentismus
Dass viele Erwerbstätige sich aus Angst vor Druck oder Entlassung krank zur Arbeit schleppen, ist bekannt. Nun gibt es Anhaltspunkte zum Ausmaß des Phänomens: Es ist größer als gedacht.

5. Februar 2013 Jeder zweite Erwerbstätige geht in Deutschland selbst dann zur Arbeit, wenn er krank ist. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des Bundesinstituts für Berufsbildung. 20.000 Menschen wurden in der Erwerbstätigenbefragung 2011/2012 danach befragt, wie oft sie in den vergangenen zwölf Monaten krank zur Arbeit gegangen seien. Im Durchschnitt gaben die Befragten 11,5 Tage an.
Demgegenüber stehen 17,4 Tage, an denen sie nach eigenen Angaben krank zu hause blieben, wie die Bundesanstalt am Dienstag in Dortmund mitteilte.
Text: DPA
Bildmaterial: dpa