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Studienfinanzierung

Hochschulen klagen über Wegfall der Gebühren

21.02.2013


Studienbeiträge stehen in Deutschland vor dem Aus. Allerdings sagen Hochschulvertreter voraus, dass es sie bald wieder geben wird. Angesichts steigender Studentenzahlen seien sie unverzichtbar.

Von Stephanie Rudolf



21. Februar 2013 In Deutschland werden bald keine Studienbeiträge mehr erhoben werden. Auch Bayern und Niedersachsen, die letzten beiden Bundesländer, in denen es die Campus-Maut noch gibt, werden die Semesterbeiträge kippen. In Bayern verhandelt die CSU gerade mit dem Koalitionspartner FDP über die Bedingungen ihres Wegfalls. In Niedersachsen hat die neue Regierung aus SPD und Grünen vor wenigen Tagen ihre Abschaffung in den Koalitionsvertrag geschrieben. Allerdings werden die Beiträge frühestens zum Wintersemester 2014 wegfallen. Bis dahin sei der Haushalt bereits verplant, heißt es zur Begründung. Rund 100 Millionen Euro fließen dem Land Niedersachsen jedes Jahr durch die Studiengebühren zu.

Die Hochschulen sehen den Wegfall mit Sorge. So hatte Erich Barke, der Präsident der Leibniz-Universität Hannover, vor der Wahl in Niedersachsen mehrfach betont, für wie wichtig er die Studiengebühren halte. Sollte diese wichtige Finanzquelle wegfallen, dann fürchte er um die Konkurrenzfähigkeit der niedersächsischen Universitäten, sagte Barke. In Deutschland fehle es nicht nur an steuerlichen Rahmenbedingungen, um aus den Studiengebühren ein Erfolgsmodell zu machen, auch die Tradition, für Hochschulbildung zu zahlen, sei zum Beispiel im Vergleich zu den Vereinigten Staaten nicht vorhanden, beklagte Barke.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

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