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Arbeitszeit

Langzeitkonten sind kaum verbreitet

22.02.2013


Wissenschaftler preisen Arbeitszeitkonten gerne als Möglichkeit, die Balance zwischen Beruf und Privatleben zu wahren. Angeboten wird das Instrument aber nur in wenigen Unternehmen.



22. Februar 2013 Ein Langzeitkonto, um Arbeitszeit etwa für eine längere Freistellung anzusparen, bieten bislang nur wenige Unternehmen ihren Beschäftigten. Insgesamt seien es nur zwei Prozent, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg mit. Bei größeren Betrieben ab 500 Beschäftigten steige die Tendenz aber deutlich: Vor zehn Jahren boten demnach zwölf Prozent dieser Firmen ihren Mitarbeitern ein Langzeitkonto an, inzwischen seien es schon 22 Prozent.

Langzeitkonten mit angesparter Arbeitszeit ermöglichen Beschäftigten längere Arbeitsunterbrechungen bei vollem Gehalt -
etwa für Auszeiten, Weiterbildung, Familienzeiten. Altersbezogene
Langzeitkonten erlauben einen vorzeitigen Ruhestand oder Altersteilzeit ohne staatliche Unterstützung. Laut IAB verwenden
Arbeitnehmer angesparte Zeit am häufigsten für längere
Freistellungen oder Familienzeiten, seltener für die Weiterbildung.
Für die IAB-Forscher ist dies ein möglicher Hinweis, dass die
Weiterbildung im Rahmen der normalen Arbeitszeit und/oder auf
Initiative der Beschäftigten neben dem Beruf erfolgt.

Bei kleineren Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten sind
Langzeitkonten laut IAB seit Jahren wenig verbreitet, bei
mittleren mit bis zu 500 Mitarbeitern betrage der Anteil zwölf
Prozent. Normale Arbeitszeitkonten, mit denen monatlich oder
jährlich die tatsächlich geleistete Arbeitzeit mit der
vorgeschriebenen abgeglichen wird, sind schon weit verbreitet: Laut
IAB hat jeder zweite (54 Prozent) ein solches Arbeitszeitkonto. Der
Anteil der Betriebe mit diesem Instrument liegt demnach bei fast 34
Prozent.

Text: FAZnet
Bildmaterial: Rüchel, Dieter