Ausbildung
Vorbei die Zeiten, als Personalchefs sich den Wunschkandidaten aussuchen konnten. Heute bemühen sich die Konzerne auch um Schüler mit schlechten Noten.
Von Helmut Bnder, Bernd Freytag, Susanne Preu und Kerstin Schwenn

31. August 2012
Der Mangel an ausbildungsreifen Bewerbern hat den Chemiekonzern BASF zu einem Strategieschwenk bewegt. Vom kommenden Jahr zieht sich der größte private Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz aus dem regionalen Ausbildungsverbund zurück. Statt wie bisher rund die Hälfte der Lehrlinge für Partnerunternehmen zu schulen, will das Unternehmen in Ludwigshafen von 2013 an schwächere Schulabgänger fördern, um diese trotz ihrer schulischen Defizite für einen Einstieg bei der BASF fit zu machen. In diesem Jahr bildet der Konzern am Stammsitz 950 Bewerber aus, davon nochmals etwa 300 für den Verbund. Darüber hinaus würden zunächst 250 Schüler im Rahmen einer berufsvorbereitenden Qualifizierung fortgebildet, das Angebot soll später auf 300 ausgeweitet werden.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: ddp