hpa. FRANKFURT, 3. Juli. Aus dem deutschen Maschinenbau kommen sehr
gemischte Signale, wohin die konjunkturelle Reise gehen könnte. Die
Auftragseingänge sanken im Mai real um 6 Prozent, wobei das Minus der
Inlandsbestellungen 8 Prozent betrug, die Auslandsorders gingen um 4 Prozent
zurück. Damit sei der befürchtete Einbruch nach dem zweistelligen Rückgang im
April ausgeblieben, sagte der Chefvolkswirt des Maschinenbauverbands VDMA, Ralph
Wiechers. Es gebe "berechtigte Hoffnung auf Plusraten in den Auftragseingängen
im zweiten Halbjahr". Dafür spreche insbesondere eine wieder anziehende
Nachfrage aus Nicht-Euro-Staaten.
Allerdings seien die Exporterwartungen im Maschinenbau insbesondere für China
und Indien rückläufig. "China bestellt zögerlicher und hält sich mit
Investitionen zurück", sagte Wiechers. Erfreulich verliefen dagegen die
Geschäfte mit Russland. Überraschend stark fiel der Produktionszuwachs im
Maschinenbau in den ersten vier Monaten mit plus 7 Prozent aus. Zwar vergehen
zwischen Bestellung und Produktion in der Branche meist einige Monate, dennoch
hätten sich die rückläufigen Auftragszahlen eigentlich in der Produktion
widerspiegeln müssen, hieß es.