Arbeitsmarkt
Die jüngsten Nachrichten aus den Zentralen der Windanlagenbauer laden nicht
zu Bewerbungen ein: vielerorts stehen Produktionsstrukturen auf dem Prüfstand,
und die Hersteller müssen Kosten reduzieren. Dennoch sieht sich die
Windenergiebranche hierzulande als Zukunftsmarkt - mit einer breiten Palette an
Stellenangeboten. Nach einem Rückschlag 2010 ist die Zahl der Beschäftigten in
der deutschen Windindustrie 2011 um rund 5000 auf nun etwa 101 000 Menschen
gestiegen. Erwartet wird, dass ihre Zahl weiter um rund 5 Prozent im Jahr
steigt. Viele Beschäftigte arbeiten allerdings in Zulieferbetrieben, wo die
Komponenten für Windanlagen hergestellt werden, oder in der Planung und
Umsetzung von Windparks. Gerade in der Projektierung werden Mitarbeiter gesucht,
ebenso für Service und Wartung von Anlagen. Einer Untersuchung des Bonner
Wissenschaftsladens zufolge wird in mehr als der Hälfte der Stellengesuche
explizit hohe Reisebereitschaft gefordert. Quereinsteiger mit Erfahrungen in der
Elektronik oder Mechatronik haben vielerorts gute Chancen. Besonders gesucht
sind allerdings Fachleute für den Bau von maritimen Anlagen, deren Wissen auch
für Meereswindparks genutzt werden kann.
hpa.