mak. FRANKFURT. Die Mainova wird eine Demonstrationsanlage errichten, in
der Ökostrom in Wasserstoff umgewandelt wird, der ins Erdgasnetz eingespeist
werden soll. Diese Technik gilt als einer der Wege, mit denen ein Problem der
Energiewende gelöst werden soll, dass nämlich Wind- und Solarstrom nur zu
bestimmten Zeiten zur Verfügung stehen. Strom selbst kann nicht gespeichert
werden, wohl aber der mit einer solchen Anlage erzeugte Wasserstoff. Wie der
Energieversorger gestern mitteilte, soll die Anlage am Heizkraftwerk des Konzers
an der Schielestraße in Frankfurt entstehen. Sie soll in einer Stunde 60
Kubikmeter Wasserstoff erzeugen. Damit werde das Erdgas, mit dem in Frankfurt
Tausende Haushalte beheizt werden, angereichert.
Die Mainova berichtete, es handele es sich um die bundesweit erste
Demonstrationsanlage der Power-to-Gas-Technologie. "Das Erdgasverteilnetz kann
die Batterie der Zukunft sein", sagte gestern Konzernchef Constantin Alsheimer.
Mit der Investition bestätige sich, dass die Mainova ein Treiber der
Energiewende sei. Allerdings errichtet der Konzern die Anlage nicht allein. Zu
den Projektpartnern zählen mehrere Energieversorger aus dem Thüga-Verbund, dem
auch die Mainova angehört. Angaben zur Investitionssumme machte die Mainova
nicht.