Spanien kürzt Erasmus-Programm
Spanien kürzt seinen Beitrag zum Erasmus-Stipendienprogramm der
Europäischen Union im Jahr 2013 um sechzig Prozent. Statt der 37,7 Millionen des
laufenden Jahres überweist Madrid dann nur noch 15,2 Millionen Euro. Der
spanische Beitrag war schon zwölf Monate zuvor im Vergleich zu 2011 um zehn
Millionen Euro gesenkt worden. Die abermalige Budgetkürzung verschärft die
Finanznot des Erasmus-Programms insgesamt. Bis zum Jahresende fehlen der
Europäischen Union nach Medienberichten dreißig Prozent der benötigten Summe, um
zweihunderttausend Studenten den Aufenthalt in anderen EU-Ländern zu
ermöglichen. In Spanien beträgt die monatliche Unterstützung, die sich aus
Mitteln der EU, des spanischen Kulturministeriums und der autonomen Regionen
zusammensetzt, zwischen vier- und fünfhundert Euro. Mit mehr als 36 000
entsandten Studenten ist Spanien bisher das Land, das die Erasmus-Förderung am
intensivsten nutzt.
P.I.